Gute
Gründe für den Erhalt der Oesetalbahn Hemer-Menden:
Ausführliche Fassung
(01/2011):
In Hemer
und Menden, genau
zwischen Ruhrgebiet und
der Natur- und Erholungslandschaft Sauerland,
leben fast 100.000 Menschen, davon in Hemer alleine 37.000. Die
Einwohnerzahl und die starke mittelständische Wirtschaft bieten ein
solides
Potential für lohnenden und sinnvollen Bahnverkehr.
Die
Bundesstraße 7
ist als Hauptverkehrsader im Städteband Iserlohn – Hemer –
Menden stark frequentiert bzw. teilweise überlastet. Bei hohem
Verkehrsaufkommen ist die Bahn eine Ausweichmöglichkeit
zur Straße zwischen
Hemer und Menden. Deshalb schafft gerade hier die Schiene Entlastung.
Modernere
und komfortablere Fahrzeuge
als zur Zeit der Einstellung des Personenverkehrs in Hemer vor 20
Jahren machen das Bahnfahren wieder attraktiv. Das zeigten auch die
Fahrten des Oesetalbahnvereins mit den modernen Triebwagen der
Prignitzer Eisenbahn GmbH.
Die
Bahn
ist aufgrund der Rad-Schiene-Technik und durch einen eigenen Fahrweg
grundsätzlich sicherer und bei guter Auslastung energiesparender
und schadstoffärmer,
also umwelt- und klimafreundlicher als PKW, LKW und Bus. Es gibt
außerdem keine Staus oder roten Ampeln an jeder Kreuzung.
In
der Bahn
kann man auch großes
(und evtl. sperriges) Gepäck
mitnehmen. Man hat mehr Bewegungsfreiheit als im PKW oder im Bus.
Auch die Mitnahme
von Fahrrädern
ist per Bahn erheblich besser möglich als im Bus.
Die
Bahnhöfe
Iserlohn und Menden sind von Hemer aus nur über Straßen mit dichtem
Stadtverkehr zu erreichen. Um auf
kurzem Wege zur Bahn
zu kommen, auch zu Fuß oder mit dem Rad, ist ein eigener
Schienenanschluss
von Vorteil.
Die
Bahnhöfe
von Hemer
und Menden liegen zentral,
mit kurzen Wegen zu den Innenstädten, aber auch zu vielen
Wohngebieten und Schulen, zu Naherholungs- und Wandergebieten,
Sehenswürdigkeiten und Freizeitstätten (in Hemer nahe zum
Landschaftspark, zum Felsenmeer, zur Heinrichshöhle und zum
Hallenbad; in Menden zur Altstadt, zur Promenade, zur Waldemei/Gelber
Morgen, zum Kapellenberg, zum Theater am Ziegelbrand, zum Bürgerbad
Leitmecke). Die Lage der beiden Bahnhöfe ist sogar günstiger als in
Iserlohn oder Fröndenberg, wo die Bahnstationen eher am Rande
liegen.
Als
Viel-auf-einmal-Verkehrsmittel
ist die Bahn genau richtig für den Einkaufs-, Schüler- Freizeit-
und Ausflugsverkehr. Dieser wird gegenwärtig ausschließlich über
die Straße abgewickelt und führt zu den bestens bekannten Folgen.
Ein Bedarf für den Bahnverkehr liegt also bereits vor.
Von
Hemer
und Menden aus könnte Dortmund
Hbf
mit einer solchen Direktverbindung in etwa 40 Minuten (Menden) bzw.
50
Minuten
(Hemer) erreicht werden, u. U. sogar noch schneller. Zurzeit braucht
man mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Hemer aus mindestens 1,5
Stunden (90 min). Die Fahrt von Hemer nach Menden könnte – je nach
Zustand der Gleise, Zahl der Zwischenhalte und eingesetzten Fahrzeuge
- zwischen 10 und 15 Minuten dauern. Der Bus (MVG-Linie 1) braucht
zwischen Hemer/ZOB und Menden/Bahnhofskreuzung fahrplanmäßig 20
Minuten.
Auch
für Radfahrer
ist es gut, – je nach Kondition, Lust und Laune, Zeit und Wetter –
auf einen Zug mit Fahrradmitnahme ausweichen zu können.
Es
nützt
dem Ansehen der Stadt Hemer, dem Städtenetz
Balve-Hemer-Menden-Iserlohn und der Region Südwestfalen, nach Ende
des großartigen Ereignisses der Landesgartenschau (LGS) nun die
dauerhafte Wiederbelebung eines eigenen Bahnanschlusses anzugehen.
Denn damit können Hemer und unsere Region eine weitere Leistung und
Besonderheit aufbieten.
Sonderzüge
verschiedener Art – mal modern, mal nostalgisch – wurden in 2010
zu attraktiven Zubringern und auch Werbeträgern für die LGS und für
andere Veranstaltungen und Zwecke, künftig z. B. für die in Hemer
weiter geplanten Großevents auf dem großen Platz im
Landschaftspark
Sauerlandpark.
Auch
in
Zukunft werden
tausende Besucher in Hemers neuem
Sauerlandpark
zu Gast sein. Die Bahn bis kurz vor dessen Tore kann dann wieder ein
hilfreicher und sinnvoller Zubringer sein.
Der Bahnanschluss ist
natürlich auch
für die anderen
Attraktionen
in Hemer (z. B. Felsenmeer als einem
der
wichtigsten Geotope Deutschlands) eine hervorragende Möglichkeit zur
Anreise. Sie wird den sich immer stärker entwickelnden
Tagestourismus
ankurbeln.
Denn gerade im nahen Ruhrgebiet nutzen schon jetzt viele Menschen die
Bahn. Sie sind potenzielle neue Gäste unserer Region, denen bisher
diese durchgängige Bahnanreise fehlt.
Die
Landesgartenschau
in
Hemer im Jahre 2010
hat
die einmalige Möglichkeit zum Wiedereinstieg in den Schienenverkehr
bis Hemer geboten. Sie wurde erfolgreich genutzt. Das sollte aber
auch für die weitere Zukunft gelten!
Nutzen wir die Chance:
die
Bahn in Hemer kann und muss bleiben!
Text:
Förderverein Oesetalbahn Hemer-Menden (Oesetalbahnverein)
Weitere
Argumentation für die Oesetalbahn gibt es hier im
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