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Hier gibt es als PDF eine kurze Zusammenfassung von Stellungnahmen u. ä. zur Einschätzung der Bahnstrecke Hemer – Menden aus der Zeit vor der ersten Stillegung (2007)---> Oesetalbahn-Chronologie-PDF


Archivschau: Erste Artikel auf unserer Homepage aus dem Jahr 2009

Aufklärung um die Bahnstrecke Hemer – Menden (12.07.09)

Der Oesetalbahnverein (OeTBV) möchte wieder mehr Sachlichkeit in die Debatte um die Bahnstrecke Hemer – Menden bringen, in der insbesondere oft die Rolle der Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH (RSE) falsch dargestellt wird.

Die RSE ist ein Eisenbahnverkehrs- und infrastrukturunternehmen, dessen wesentlicher Geschäftsinhalt die beauftragte Durchführung von Eisenbahnverkehren ist. Jeder öffentliche Personennahverkehr im gesamten Bundesgebiet wird aufgrund eines Auftrages durchgeführt, da er eine staatliche Aufgabe der Daseinsfürsorge ist. Die RSE hat nun der Stadt Hemer unterschiedliche Angebote für Pendelverkehre zunächst zur Landesgartenschau (LGS) unterbreitet. Finanzierungsträger und somit eigentlicher Auftraggeber wäre zunächst der zuständige Zweckverband Ruhr-Lippe (ZRL), welcher auf Bitten der Anliegerstädte Hemer und Menden die Finanzierung der  Pendelverkehre zur LGS leisten sollte. Ein Ergebnis möglicher Gespräche zwischen der Stadt Hemer und dem ZRL ist uns bisher nicht bekannt. Möglich wäre auch eine Finanzierung durch die Stadt Hemer oder dem Märkischen Kreis. Fielen auch diese Finanzierungsträger aus, kämen die Pendelverkehre – gerade zur Straßenentlastung während der LGS notwendig - nicht zustande. Es bleiben dann die Sonderzugverkehre, die mit Hilfe heimischer Eisenbahnfreunde und der RSE größere Personengruppen zur Landesgartenschau bringen könnten.

Als Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen stellt die RSE unseres Wissens nach keinerlei finanziellen Forderungen an die Stadt Hemer in diesem Bereich, weder für Bahnübergänge oder sonstige Maßnahmen zum Erhalt und Pflege der Strecke, obwohl die Stadt Hemer Eigentümerin ist. Durch die eingeleiteten Schritte unterstreicht die RSE die Ernsthaftigkeit ihrer Bemühungen zum Erhalt der Strecke. Wir als Förderverein werden sie in diesem Vorhaben auch weiter tatkräftig unterstützen.

Wir können zwar nachvollziehen, dass die Stadt Hemer Zuschüsse zur Refinanzierung der Kosten zum Kauf der Bahnstrecke, des Kreuzungsumbaus Ostenschlahstraße und eines Radwegs einsetzen will. Aber zum einen sind auch diese Zuschüsse öffentliche Mittel aus Steuergeldern, zum anderen ist die Schienenstrecke ein wertvolles Stück Infrastruktur für das leistungsfähige Verkehrsmittel Bahn. Für einen Radweg zwischen Hemer und Menden gibt es Alternativen neben der Bahntrasse oder an anderer Stelle im Oesetal, wie es auch der ADFC Menden-Fröndenberg und der VCD Hagen-Märkischer Kreis vorschlagen. Daher sehen wir auch die Trassensicherung durch planungsrechtliches Freihalten per Radweg als rein theoretisch und damit ungeeignet an. Der Steuerzahler würde in diesem Fall auch doppelt belastet. Wir sind überzeugt, dass sich die Investitionen auch für die Bahnstrecke auszahlen. Ist die heimische Schieneninfrastruktur aber erst einmal zerstört, bleibt sie es.

Ziel unserer Bemühungen ist eine Aufnahme der Strecke in den regelmäßigen Planverkehr des bestehenden Sauerlandnetzes. Dieses ist auch möglich, wenn unsere gesamte Region sich hierfür einsetzt. Der Erhalt der Bahnstrecke ist die erste und wichtigste Voraussetzung dafür. Die Strecke ist nach Aussage der RSE nicht marode. Selbstverständlich sind Modernisierungsarbeiten nach jahrelangem Investitionsstau stellenweise notwendig. Auch hier werden wir die RSE unterstützen.

Die Stadt Hemer hat ca. 38.000 Einwohner. Unsere Bahnstrecke als Zweig der Hönnetalbahn kann eine schnelle Anbindung, z. B. an den Großraum Dortmund, gewährleisten. So wird die Attraktivität Hemers gestärkt. Finanzierungsmöglichkeiten könnten sich aus dem Konjunkturprogramm des Bundes und im Rahmen eines Projektes der Regionale Südwestfalen 2013 ergeben.

Für Fragen und Anregungen sowie weiterer Informationen zum Förderverein Oesetalbahn Hemer – Menden stehen wir gern zur Verfügung.

Reaktivierungschancen nutzen (25.05.2009)

"Es ist erstaunlich und in gewisser Weise erfreulich, wie sehr das Thema Eisenbahn immer noch die Gemüter zwischen Menden und Hemer erhitzt. Was ist nun richtig? Abbau oder Erhalt der Gleise? Die Antwort liegt - wie so oft - irgendwo in der Mitte.

Das bedeutet: Keiner, weder die Bahngegner, noch deren Befürworter wollen auf Dauer eine Eisenbahn von Menden nach Hemer im aktuellen Zustand. Eine isolierte Bahnstrecke Hemer-Menden kann nicht überlebensfähig sein und ist auch nicht Ziel des Fördervereins.

Auf der einen Seite gibt es absolute Bahngegner, die zum Teil ernstzunehmende Argumente haben. Deren Argumentation orientiert sich an betriebswirtschaftlichen Bedenken, aber auch am Mangel an Vorstellungskraft, wie eine funktionstüchtige Schienenverbindung aussehen könnte.
Auf der anderen Seite gibt es Bahnenthusiasten, die die Tatsache verdrängen, dass ein Bahnbetrieb auch Geld kostet, das von irgendeiner Seite aufgebracht werden muss.

Uns ist durchaus bewusst, dass die Reaktivierung der kurzen Strecke Menden-Hemer ein Kraftakt ist. Die Landesgartenschau bietet hierfür eine hervorragende Basis. Zum Beispiel liegt in der Zwischenzeit ein Angebot der RSE (Rhein-Sieg-Eisenbahn) vor, an 191 Tagen einen Pendelverkehr zu errichten, der über Menden hinausgehen soll. Die in den letzten Berichten und Leserbriefen genannten drei Züge waren lediglich eines der ersten Angebote an die Stadt Hemer. Darüber hinaus hat die bisherige Arbeit des Oesetalbahnvereins dazu geführt, dass zwei weitere Eisenbahnvereine ihr Kommen zur LGS signalisiert haben. Da Sonderfahrten für 2010 erst im Herbst geplant werden, können mehr als Absichtserklärungen zunächst nicht erwartet werden. Die Schienenverbindung zwischen beiden Städten wird so aber erst einmal gesichert.

Unabhängig davon: Die Strecke Menden-Hemer verläuft durch eines der dichtbesiedelsten Gebiete des Märkischen Kreises, ein Gebiet, dass von seiner Bebauungsdichte mit Außenbezirken Dortmunds vergleichbar ist. Warum soll es nicht möglich sein, unser Gebiet wieder mit einer leistungsfähigen Schienenverbindung zu erschließen? Eine Anbindung der Strecke Menden-Hemer ins Sauerlandnetz, die Flügelung der Hönnetalbahn ab Menden und damit eine schnelle, direkte Anbindung an Fröndenberg/Unna wären relativ kurzfristig umzusetzen. Das sind Vorschläge, die auch die Eisenbahnfreunde Hönnetal immer wieder eingebracht haben.

Die LGS 2010 in Hemer bietet die Chance, diese Vorschläge ernsthaft zu diskutieren. Dabei denken wir nicht allein an die klassische Eisenbahn, sondern als Fernziel mehr an eine Stadtbahn, die in dichtem Takt Menden, Hemer und langfristig Iserlohn und über Schwerte auf der einen und Fröndenberg-Unna auf der anderen Seite Dortmund verbindet: keine isolierte Bimmelbahn, sondern ein leistungsfähiges Stadtbahnnetz!

Das Projekt ist ein Wagnis. Aber warum werden solche Wagnisse in Regionen wie Karlsruhe, Saarbrücken, Kassel einschließlich deren ländlicher Umgebung realisiert? Und in NRW nicht? Jetzt die Gleise zu erhalten - auch betriebsfähig - ist ein erster Schritt zum Ziel! Wir wollen Auto, Bus und Rad ja nicht abschaffen, sondern stellen uns diese als Teil einer Mobilitätskette vor, wie es hunderte von Mitbürgern über die Bahnhöfe Fröndenberg und Iserlohn tagtäglich machen - und im Ruhrgebiet sowieso.

Die größte Hürde scheint nicht die Reparatur der Gleise und Signale zu sein, auch nicht die politische Überzeugungsarbeit: Die größte Hürde stellt die verbreitete Unsachlichkeit dar, mit der die Diskussion geführt wird!"


Chronik der Ereignisse um die Oesetalbahn seit Juli 2008
anhand von Links zu Presse-Online-Artikeln aus „DerWesten.de" u. a

Insgesamt 25 Online-Presseartikel aus der Zeit v. 10.07.08 - 18.09.09 sind leider inzwischen nicht mehr verfügbar und deshalb nicht mehr in der folgenden Link-Sammlung aufgelistet.


27.11.2009: IKZ-Online-Artikel
09.02.2010: WP-Online-Artikel
10.02.2010: IKZ-Online-Artikel
23.03.2010: IKZ-Online-Artikel
29.04.2010: IKZ-Online-Artikel
02.05.2010: Mendener Magazin – Online-Artikel
04.05.2010: IKZ-Online-Artikel
07.05.2010: IKZ-Online-Artikel
08.05.2010: WP-Online-Artikel
10.05.2010: Mendener Magazin – Online-Artikel
04.08.2010: WP-Online-Artikel
08.10.2010: IKZ-Online-Artikel
20.10.2010: IKZ-Online-Artikel
21.10.2010: WP-Online-Artikel
24.10.2010: WP-Online-Artikel
25.10.2010: Lokalkompass-Artikel
01.11.2011: Lokalkompass-Artikel
07.01.2011: Lokalkompass-Artikel
07.01.2011: IKZ-Online-Artikel
11.01.2011: DerWesten.de-Artikel
19.01.2011: Come-on.de-Artikel
25.01.2011: DerWesten.de-Artikel
07.06.2011: WP-Online-Artikel

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